Table of Contents ToggleLiebesgedichte von Christian Morgenstern -SchauderLiebesgedichte von Christian Morgenstern – MorgenAbschiedLieb ohne WorteLiebesgedichte von Christian Morgenstern -WinternachtLiebesgedichte von Christian Morgenstern – Der heroische PudelHochsommernachtEs ist NachtDer TraumDu bist mein LandHier im Wald mit dir zu liegenIch liebe dich, Seele, die da irrtLiebesgedichte von Christian Morgenstern -SchauderJetzt bist du da, dann bist du dort.Jetzt bist du nah, dann bist du fort.Kannst du’s fassen? Und über eine Zeitgehen wir beide die Ewigkeitdahin – dorthin. Und was blieb?…Komm, schließ die Augen, und hab mich lieb!Liebesgedichte von Christian Morgenstern – Morgen15. August 1896.Nun sind die Sterne wieder.von blaßblauer Seide verhüllt,.nun Näh‘ und Ferne wieder.von junger Sonne erfüllt..Ihr weißen Wasser, die ihr.hinab zur Ebne springt,.oh sagt den Freunden, wie mir.das Herz heut singt und klingt.AbschiedEs ist vielleicht das letzte Mal,daß deine Hand in meiner ruht …So nah dein Blut an meinem Blut …O wüßtest du von meiner Qual!Du aber lächelst hell und gutmit deiner Augen stillem Strahl …Du Wandrer weißt nicht, wie es tut:Es ist vielleicht das letzte Mal!Lieb ohne Worte„Mich erfüllt Liebestoben zu dir!Ich bin deinstals ob einstvereinigst.Sei du meinst!Komm Liebchenstche zu mir –ich vergehste sonstsehnsuchstgepeinigst.Achst, achst, schwachst schwachst arms Wortleinstche, was? —Genug denn, auch du, auch du liebsest.Fühls, fühls ganzst ohne Worte: sei Meinstlein!mehr lesen Liebesgedichte von Johann Wolfgang von GoetheIch sehne dich sprachlosestest.“Liebesgedichte von Christian Morgenstern -WinternachtFlockendichte Winternacht …Heimkehr von der Schenke …Stilles Einsamwandern macht,daß ich deiner denke.Schau dich fern im dunklen Raumruhn in bleichen Linnen …Leb ich wohl in deinem Traumganz geheim tiefinnen? …Stilles Einsamwandern macht,daß ich nach dir leide …Eine weiße Flockennachtflüstert um uns beide …Liebesgedichte von Christian MorgensternLiebesgedichte von Christian Morgenstern – Der heroische PudelEin schwarzer Pudel, dessen Haardes abends noch wie Kohle war,betrübte sich so höllenheiß,weil seine Dame Flügel spielte,trotzdem er heulte: daß (o Preisdem Schmerz, der solchen Sieg erzielte!)er beim Gekräh der Morgenhähneaufstand als wie ein hoher Greismit einer silberweißen Mähne.HochsommernachtEs ist schon etwas, so zu liegen,im Aug der Allnacht bunten Plan,so durch den Weltraum hinzufliegenauf seiner Erde dunklem Kahn!Die Grillen eifern mit den Quellen,die murmelnd durch die Matten ziehn;und droben wandern die Gesellenin unerhörten Harmonien.Und neben sich ein Kind zu spüren,das sich an deine Schulter drängt,und ihr im Kuß das Haar zu rühren,das über hundert Sterne hängt …Es ist schon etwas, so zu reisenim Angesicht der Ewigkeit,auf seinem Wandler hinzukreisen,so unaussprechlich eins zu zweit .Entdecke auchErotische LiebesgedichteEs ist NachtEs ist Nacht,und mein Herz kommt zu dir,hält’s nicht aus,hält’s nicht aus mehr bei mir.Legt sich dir auf die Brust,wie ein Stein,sinkt hinein,zu dem deinen hinein.Dort erst,dort erst kommt es zur Ruh,liegt auf dem Grundseines ewigen Du.mehr lesen Liebessprüche: Wie wäre das Leben ohne Lachen?Der TraumEs war ein süßer Traumvon Dir, –was, weiß ich kaum.Doch seine Süßigkeitblieb mirden ganzen Tag, –daß, als mein Schlittengleiszur Abendzeitdie Straße lief,da deine Wohnung lag,der Heide, ich,ein leis>Gott segne dich<als jenes süßenTraumes letztes Grüßenrief.Du bist mein LandDu bist mein Land,ich deine Flut,die sehnend dich ummeeret;Du bist der Strand,dazu mein Blutohn’ Ende wiederkehret.An dich geschmiegt,mein Spiegel wiegtdas Licht der tausend Sterne;und leise rolltdein Muschelgoldin meine Meergrundferne.Hier im Wald mit dir zu liegenHier im Wald mit dir zu liegen,moosgebettet, windumatmet,in das Flüstern, in das Rauschenleise liebe Worte mischend,öfter aber noch dem Schweigenlange Küsse zugesellend,unerschöpflich – unersättlich,hingegebne, hingenommne,ineinander aufgelöste,zeitvergeßne, weltvergeßne.Hier im Wald mit dir zu liegen,moosgebettet, windumatmet.Ich liebe dich, Seele, die da irrtIch liebe dich, du Seele, die da irrtim Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.Ich liebe deine armen wunden Schwingen,die ungestoßen in mir möchten wohnen;ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen;ich möchte dich in allen Tiefen schonen. BeitragsnavigationLiebesgedichte in der heutigen Zeit, spielen sie überhaupt noch eine Rolle? Liebesgedichte von Georg Heym