Table of Contents ToggleIm dunklen Erdteil Afrika von Joachim RingelnatzLiebesgedichte von Joachim Ringelnatz – Was willst du von mir? Neujahrsnachtfahrt von Joachim RingelnatzKindersand von Joachim RingelnatzAus von Joachim Ringelnatz Liebesgedichte von Joachim Ringelnatz – Es lohnt sich doch Ich habe dich so lieb von Joachim RingelnatzTelefonischer Ferngruß von Joachim RingelnatzEntgleite nicht von Joachim RingelnatzÜberall ist Wunderland von Joachim RingelnatzAn meinen Zigarettenrauch von Joachim RingelnatzAn M. – Joachim RingelnatzIm dunklen Erdteil Afrika von Joachim RingelnatzIm dunklen Erdteil AfrikaStarb eine Ziehharmonika.Sie wurde mit Musik begraben.Am Grabe saßen zwanzig Raben.Der Rabe Num’ro einundzwanzigFuhr mit dem Segelschiff nach DanzigUnd gründete dort etwas späterEin Heim für kinderlose Väter.Und die Moral von der Geschicht? –Die weiss ich leider selber nicht.Liebesgedichte von Joachim RingelnatzLiebesgedichte von Joachim Ringelnatz – Was willst du von mir? Möchtest du meine Frau werden,Da meine Haare schon grau werden,Schon größtenteils sind?Möchtest du über mich lachen?Soll ich dir Freude machen?Oder ein Kind?Willst du die Peitsche spüren?Soll ich dich ausführen?Brauchst du Geld oder einen Rat?Willst du mit mir spielen?Oder gefielen oder mißfielenDir Taten, die ich tat?Warum bist du so still?Soll ich dich beklagen?Sag doch einmal: “Ich will……”Oder sonst ein deutliches Wort.Soll ich dich verjagen?Ja. Geh zu!Nein! – Du!Bitte, bitte, geh nicht fort.Neujahrsnachtfahrt von Joachim RingelnatzWenn du nachts in ein Auto steigstUnd dir ist bang und winterlich zu Mut,mehr lesen Liebessprüche: Wie wäre das Leben ohne Lachen?Und du dem Chauffeur die Richtung zeigst,Und sagst: „Sie fahren gut.“Wenn du so den Kopf des Wagenlenkers lenkst,Daß er’s gar nicht gewahrt,Wie du traurig bist und an Sterben denkst, –Das ist nächtliche Fahrt.Draußen leuchtet Volk und lacht und schießt.Mitlächelnd denkst du fremdwärts stillAn etwas, was du vom Flugzeug aus siehst,An ein Flüßchen, das unter dir weit fließtSohin, dorthin, wo es muß; nicht will.Aus: Gedichte dreier JahreKindersand von Joachim RingelnatzDas Schönste für Kinder ist Sand.Ihn gibt’s immer reichlich.Er rinnt unvergleichlichZärtlich durch die Hand.Weil man seine Nase behält,Wenn man auf ihn fällt,Ist er so weich.Kinderfinger fühlen,Wenn sie in ihm wühlen,Nichts und das Himmelreich.Denn kein Kind lachtüber gemahlene Macht.Aus von Joachim Ringelnatz Nun geh ich stumm an dem vorbei,Wo wir einst glücklich waren,Und träume vor mich hin: es seiAlles wie vor zwei Jahren.Und du bist schön, und du bist gut,Und hast so hohe Beine.Mir wird so loreley zumut,Und ich bin doch nicht Heine.Ich klappe meine Träume zuUnd suche mir eine Freude.Auf daß ich nicht so falsch wie duMein Stückchen Herz vergeude.Liebesgedichte von Joachim Ringelnatz – Es lohnt sich doch Es lohnt sich doch, ein wenig lieb zu seinUnd alles auf das Einfachste zu schrauben,Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,Daß andere ganz anders als wir glauben.Und stimmte es, daß Leidenschaft Naturmehr lesen Top 10 Liebesgedichte: Die bedeutendsten deutschen Liebesgedichte der LiteraturgeschichteBedeutete im guten und im bösen,Ist doch ein Knoten in dem Schuhband nurMit Ruhe und mit Liebe aufzulösen. Siehe auch Das Schönste LiebesgedichtIch habe dich so lieb von Joachim RingelnatzIch habe dich so lieb! Ich würde dir ohne BedenkenEine Kachel aus meinem Ofen schenken.Ich habe dir nichts getan.Nun ist mir traurig zu Mut.An den Hängen der EisenbahnLeuchtet der Ginster so gut.Vorbei – verjährt –Doch nimmer vergessen.Ich reise.Alles, was lange währt,Ist leise.Die Zeit entstelltAlle Lebewesen.Ein Hund bellt.Er kann nicht lesen.Er kann nicht schreiben.Wir können nicht bleiben.Ich lache.Die Löcher sind die HauptsacheAn einem Sieb.Ich habe dich so lieb.Telefonischer Ferngruß von Joachim RingelnatzIch grüße dich durchs Telefon,Guten Morgen, du Gutes!Ich sauge deiner Stimme TonIn die Wurzeln meines Mutes.Ich küsse dich durch den langen Draht.Du Meinziges, du Liebes!Was ich dir – nahe – je Böses tat,Aus der Ferne bitt ich: Vergib es!Bist du gesund? – Gut? – Was? – Wieviel? –Nimm’s leicht! – Vertraue! – Und bleibeMir mein. – – Wir müssen dies WellenspielAbbrechen – – Nein „dir“ Dank! – – Ich schreibe!Entgleite nicht von Joachim RingelnatzWer hätte damals das gedacht!?Von mir!? – Wie war ich davon weit!Dann stieg ich, stiegen wir zu zweitUnd sagten glücklich vor der Nacht;„Kehr nie zurück, bedankte ärmlichkeit!“Es war ein wunderschönes HausenIn guter, kleinerbauter Heimlichkeit. –mehr lesen Gedicht über Liebe & Leben - OsternGanz winzige, herzförmige Fenster gibt’s. –Im reichen Raum vergißt man leicht das Draußen. –Entgleite nicht, du Glück der Einfachheit.Überall ist Wunderland von Joachim Ringelnatzüberall ist Wunderland.überall ist Leben.Bei meiner Tante im StrumpfenbandWie irgendwo daneben.überall ist Dunkelheit.Kinder werden Väter.Fünf Minuten späterStirbt sich was für einige Zeit.überall ist Ewigkeit.Wenn du einen Schneck behauchst,Schrumpft er ins Gehäuse.Wenn du ihn in Kognak tauchst,Sieht er weiße Mäuse.An meinen Zigarettenrauch von Joachim RingelnatzGleite ins Weite und in die Höh!Adieu, du zartes BleuMeines Zigarettenrauches,Der du so sanft entfliehst.Wenn du ein zierliches Nasenloch siehst,Küß dem die Haare als Gruß meines Hauches.Ob dich ein HöhendruckZur Erde zurückschlägt,Eine Strömung, eines Windes RuckDich zu Himmelsglück trägt, –Finde das, was du erwartetest.In dem hold gewürzten Augenblick,Da du aus mir startetest,Spielte ZiehharmonikamusikEin Lieblingslied von mir: La palomaUnd auf Schwingen dieser VolksweiseSteigst du auf. Glückliche Reise!Aus Nikotin ins ewige Aroma.An M. – Joachim RingelnatzDer du meine Wege mit mir gehst,Jede Laune meiner Wimper spürst,Meine Schlechtigkeiten duldest und verstehst –Weißt du wohl, wie heiß du mich oft rührst?Wenn ich tot bin, darfst du gar nicht trauern.Meine Liebe wird mich überdauernund in fremden Kleidern dir begegnenUnd dich segnen.Lebe, lache gut!Mache deine Sache gut! BeitragsnavigationTop 10 Liebesgedichte: Die bedeutendsten deutschen Liebesgedichte der Literaturgeschichte Liebesgedichte von Johann Wolfgang von Goethe